Maulwürfe sind wie die meisten Insektenfresser sogenannte Einzelgänger . Sie reagieren aggressiv
auf Artgenossen, also auf andere Maulwürfe. Nur wenige Maulwurfsarten teilen sich Gangsysteme mit Artgenossen, die sie nur in ihrer Nähe dulden,
wenn reichlich Nahrung vorhanden ist. Sollte zu wenig Nahrung vorhanden sein, kommt es sogar zu Revierkämpfen.
Interessant ist auch folgendes: Wie viele andere unterirdisch lebende Tiere haben Maulwürfe keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus.
Ob es Tag ist oder Nacht, das
interessiert den Maulwurf relativ wenig.
So ist etwa beim Europäischen Maulwurf die Aktivitätszeit in drei Wachphasen und Schlafphasen aufgeteilt,
wobei die Wachphasen meist am Vormittag, am Nachmittag und gegen Mitternacht mit einer Dauer von jeweils
etwa 4 bis 5 Stunden liegen. Auch die oberirdisch lebenden Maulwürfe können sowohl tag- als auch nachtaktiv sein.
Die Nachtaktivität überwiegt jedoch bei den meisten.
Maulwürfe halten nicht wie manch andere Tiere einen Winterschlaf. Maulwürfe, die in kühleren Regionen leben,
ziehen sich während der Wintermonate
in tiefere Erdschichten zurück und legen dort einen Bau an oder legen einen Nahrungsvorrat an.
So hortet der Europäische Maulwurf unter anderem Regenwürmer in
seinen Bauen. Dabei beißt der Maulwurf den Regenwürmern die vorderen Körpersegmente ab, damit sie nicht fliehen können,
aber am Leben bleiben. So ist der Maulwurf immer gut versorgt.
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